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Mirja Vogelsänger

Trauerarbeit

In Zeiten tiefer Trauer gibt es Momente, in denen wir unsere Gefühle nicht zeigen können oder wollen.

In unserer Trauergruppe geben wir diesen Momenten Zeit und Raum, um der Trauer zu begegnen. Bei der heutigen Kindertrauergruppe kamen fünf Kinder zusammen, die alle eines gemeinsam haben:
Mama oder Papa sind gestorben.

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Kraftquellen

Da es Zeiten gibt, in denen es einem sehr schlecht gehen kann, wenn ein so wichtiger, vielleicht der wichtigste Mensch, gestorben ist, haben wir überlegt, welche Kraftquellen jede*r dem entgegenzusetzen hat. 

Weil wir in der Gruppe auch immer wieder unsere Gefühle beschreiben und benennen, haben die Kinder mit Hilfe der Gefühlskarten im Anschluss erklärt, wie es ihnen eigentlich geht, wenn sie über den Verlust von Mama oder Papa nachdenken. 

 

Reflexion

"Einsam, weil meine Mama nicht da ist, wenn ich nach der Schule nach Hause komme.", erzählt der 13-Jährige.

"Ich bin sehr dankbar für die Zeit, die wir noch bewusst genutzt haben.", sagt der 12-Jährige.

"Irgendwie wütend.", benennt es die 11-Jährige.

"Ich fühle mich dann oft ganz kraftlos und muss mich hinsetzen.", sagt die 13-Jährige.

"Ich bin sehr traurig.", sagt der 12-Jährige

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Körperumrisse

Wir haben dann unsere Körperumrisse auf Tapetenrollen gezeichnet. Anschließend füllten die Kinder ihre Körper mit ihren ganz persönlichen Ressourcen. Genau dort, wo sie sie verorten und weil sie vielleicht genau an der Stelle für ein Wohlgefühl sorgen. Ganz viele individuelle Ressourcen kamen zusammen.

 

Der Tod von Mama und Papa ist traurig und auch immer wieder mal sehr schwer und schmerzhaft. Es ist gut zu sehen, was trotzdem noch alles da ist und was stärkt, in den besonders schwerfallenden Momenten.

Ausklang

Zum Abschluss ging noch einmal unser Gefühlswürfel herum und wir konnten gestärkt und bunt nach Hause gehen. Wir waren uns einig, dass es ein wunderschöner Nachmittag war.

Ein Beitrag von Mirja Vogelsänger, Bremerhaven

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